Was ist KIP?
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Historisches |
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Therapieziel Theorie/Wirkweise Was in psychodynamischen Begriffen wie Repräsentanz, Muster, Introjekt, Konflikt, Abwehr, Übertragung usw. theoretisch gefasst ist, stellt sich in den Imaginationen bildhaft dar. Unterstützt wird der Prozess durch die dialogische Begleitung während des Tagtraums. Die nachfolgende kreative Gestaltung des Imaginierten durch den Patienten und die Integration im Nachgespräch sind weitere Bestandteile des therapeutischen Prozesses. Praktisches Vorgehen Im Unterschied zu den Nachtträumen beschreibt der Tagträumer, was er beobachtet, erfährt und was sich vor seinem inneren Auge abspielt; was er fühlt, tastet, hört, riecht, oder schmeckt. Insofern vermittelt die Imagination im Sinne der KIP ein umfassenderes Erlebnis als eine blosse Visualisierung. Entsprechend kann der Therapeut im Dialog mit dem Patienten diesen während des Imaginierens begleiten: Er kann ihn vor zu grosser Angst schützen, ihn durch empathisches Verstehen zu weiterer Exploration anregen, ihn in der Konfrontation mit Konfliktmaterial unterstützen sowie mit Hilfe von Probehandeln zu neuen Verhaltensweisen und Beziehungserfahrungen ermutigen. Gestaltung: Der Patient gestaltet malend oder beschreibend die imaginierten Bilder, Szenen und Geschichten zu Hause weiter und reichert sie mit seinen Einfällen an. Der durch die Imagination angeregte Prozess wird dadurch auch zwischen den Therapiestunden fortgesetzt. Gespräch: In Gesprächen wird das Erlebte, Erforschte und Erarbeitete explizit mit aktuellen Themen, Konflikten und der Lebensgeschichte verbunden mit dem Ziel, diese sinnvoll in den biographischen Kontext zu integrieren. Neue Verhaltensmöglichkeiten im Alltag werden ins Auge gefasst. Anwendungsbereiche Die Methode der KIP wird für Kurzzeittherapien und für Behandlungen über einen längeren Zeitraum eingesetzt. Sie eignet sich für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Es kann im Einzel-, Paar- und Gruppen- sowie auch im Mehrgenerationensetting gearbeitet werden. In modifizierter Form eignet sich die Imagination zur Förderung kreativer Prozesse, z. B. bei Schreibblockaden und in Projektbegleitungen, Coaching oder Supervision. |

